Porträts


Verner Ernstsen, Albert Gerdes und Dierk Hebbeln betreuten das Science TV-Projekt am MARUM/GLOMAR.











 


 

Markus Eisele


Seit März 2007
Student an der GLOMAR Graduiertenschule

Seit April 2006
Doktorand am MARUM Bremen

2004

Diplom an der Universität Stuttgart
Thema der Diplomarbeit:
"Akustische Kartierung und Sedimentologie von gemischten karbonatisch-siliziklastischen nicht-tropischen Karbonatmilieus bei Punta Chivato im südlichen Golf von Kalifornien"

1999 – 2004

Studium der Geologie und Paläontologie an der Universität Stuttgart

1998 – 1999

Zivildienst beim Sozialamt Stuttgart, Abteilung Krankenhaussozialarbeit

1998 – 1999

Abitur am Hölderlingymnasium Stuttgart (Leistungskurse: Kunst & Latein)

"Ich war schon als Kind "Steinesammler" und habe mir das Hobby zum Beruf gemacht. Jetzt bin ich allerdings weg von Ammoniten und hin zur (geologisch) jüngeren Erdgeschichte, die nicht weniger interessant und eigentlich sogar besser greifbar ist.

Besonders interessieren mich Karbonatmilieus ausserhalb der Tropen, insbesondere natürlich Kaltwasserkorallen, aber auch die Kalksedimente aus anderen kalten Gewässern haben ihren Reiz.

Die detektivische Herangehensweise an komplexe Fragestellungen mit modernsten Methoden (aber ohne Blut :-D ), Fakten auszuwerten und dazu ein plausibles Szenario zu entwerfen. Und natürlich auch, die Welt zu bereisen und ständig neue Orte und Menschen kennenzulernen."
www.marum.de



 Verner B Ernstsen


Geburtsdatum: 11.06.1975
Geburtsort: Holstebro, Dänemark
Nationalität: Dänisch

Ausbildung


2003 – 2006
Dissertation, Fachbereich Geowissenschaften, Universität Bremen
Titel: Dune dynamics in a tidal inlet channel of the Danish Wadden Sea

1999 - 2002
Master, Fachbereich Geografie und Geologie, Universität Kopenhagen, Dänemark
Titel: Bed form dynamics and bed load transport in an alluvial river, the river Gels Å in SW Jutland in Denmark

1996 - 1999
Bachelor, Fachbereich Geografie und Geologie, Universität Kopenhagen, Dänemark - Titel: Fluvial morphology on Mars

Berufstätigkeit

2006
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Postdoc)
MARUM, Universität Bremen

2003 - 2006
Wissenschaftlicher Mitarbeiter (Doktorand)
MARUM, Universität Bremen

1996 - 1999
Studentischer Mitarbeiter (während Bachelor- und Masterstudium)
Fachbereich Geografie und Geologie, Universität Kopenhagen, Dänemark

"Es fasziniert mich wie Landschaften entstehen und wie sie sich mit der Zeit verändern. Auf Küstenlandschaften bin ich dabei eher zufällig gekommen. Während meiner Studienzeit habe ich mich viel mit Flüssen beschäftigt, aber als die Möglichkeit entstand an der Küste zu arbeiten, war ich keine Minute im Zweifel. Dünen, ob an Land oder unter Wasser, finde ich besonders interessant. Trotz über hundert Jahre Dünenforschung sind die einfachsten Fragen noch nicht komplett beantwortet, z.B. wie entstehen Dünen? Diese ästetisch schönen Landschaftselemente haben immer noch viele Geheimnisse, die wir entschlüsseln wollen.

Die Suche nach Antworten auf alte und neue Fragen macht einfach richtig Spaß. Deswegen ist es für mich ein riesiges Privileg als Wissenschaftler arbeiten zu dürfen. Zusätzlich ist es eine sehr abwechslungsreiche Arbeit, die auf See, im Labor sowie im Büro stattfindet. Kein Tag ist wie der vorherige."
www.glomar.uni-bremen.de
www.marum.de

 



Albert Gerdes


"Geowissenschaften und insbesondere die
Meeresforschung faszinieren mich schon seit vielen Jahren. Zunächst habe ich mich als
Wissenschafts­journalist für Hörfunk, Magazine wie Bild der Wissenschaft oder Geo-Wissen bzw. für das Fernsehen mit unserem blauen Planeten beschäftigt. Schon damals konnte ich an spannenden Expeditionen auf das grönlän­dische Inlandeis oder in die Antarktis teilnehmen.

Inzwischen arbeite ich seit mehr als zehn Jahren als Presse- und Öffent­lichkeitsarbeiter für das MARUM – Zentrum für Marine Umweltwissen­schaften an der Uni Bremen. Arbeitsfelder wie die heißen und kalten Quellen am Meeresboden, die Erforschung der Klimavergangenheit oder die Entwicklung neuer Meeresforschungs-Technologien bieten immer wieder spannende Anlässe, über die vielen Facetten unseres Exzellenz­clusters zu berichten.

Hinzu kommt, dass Meeresforschung in internationaler Kooperation betrie­ben wird. Dies gilt auch für den PR-Bereich. Im Rahmen verschiedener Netzwerke treffe ich mich regelmäßig mit meinen amerikanischen, japani­schen und europäischen Kollegen, um gemeinsame PR-Projekte – z.B. in Zusammenhang mit großen Meeresforschungs-Expeditionen oder internationalen Tagungen – einzufädeln. So werde ich auf dem European Science Open Forum ESOF, das im Juli 2008 in Barcelona stattfindet, über DFG Science TV berichten."

 



Katharina Jantzen


Wissenschaftliche Mitarbeiterin
www.glomar.uni-bremen.de

Deutsches Schiffahrtsmuseum
Hans-Scharoun-Platz 1
27568 Bremerhaven

www.dsm.museum

"Über zwei Drittel der weltweiten Nutzfischbestände sind von Überfischung bedroht. Es ist wichtig, etwas für den langfristigen Erhalt unserer Ressourcen zu tun. Informationsaufbereitung, -austausch und -weitergabe sind hierfür von grundlegender Bedeutung. Die Arbeit als Wissenschaftlerin ermöglicht genau dieses. Um aktiv einen Beitrag zu leisten, forsche ich an Regulierungsmechanismen der Fischerei im Nordatlantik.

1979 in Bremen geboren, studierte ich Wirtschaftswissenschaft an der Universität Bremen und schloss mein Studium als Diplom-Ökonomin ab. Interesse an Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement hatte ich schon während meines Studiums. Als Ökonomin die Tiefen der Fischerei zu ergründen, war dennoch kein vorgezeichneter Weg. Erst in meiner Diplomarbeitsphase entdeckte ich die Faszination an den Meereswissenschaften als ich begann, die Problematik der Überfischung, Regulationen in der Fischerei und deren Auswirkungen zu untersuchen. Seitdem ließ mich meine Begeisterung an fischereiwissenschaftlicher Forschung nicht mehr los.

Meine Recherchen über Fischereigeschichte führten mich direkt in das Deutsche Schiffahrtsmuseum. Dort traf ich auf meinen heutigen Doktorvater, Prof. Dr. Ingo Heidbrink, derzeit Professor für Maritime History an der Old Dominion University Norfolk, USA.

Seit Mai 2007 bin ich wissenschaftliche Mitarbeiterin der Universität Bremen an der Internationalen Bremer Graduiertenschule für Meereswissenschaften "Globaler Wandel im Bereich des Meeres" GLOMAR. Mein Arbeitsplatz befindet sich im Deutschen Schiffahrtsmuseum, das als außeruniversitäres Forschungsinstitut an der Graduiertenschule beteiligt ist.

Durch die Teilnahme an internationalen Konferenzen im Rahmen meiner Forschung ergeben sich interessante Diskussionen in verschiedensten Themenbereichen. Besonders gefällt mir an der Arbeit als Wissenschaftlerin, mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern gemeinsam grenzüberschreitende Probleme und Lösungen zu erörtern."


 Frieder Klein


Persönliches

Telefon: 0421 - 218 77 66
E-Mail: fklein@uni-bremen.de

Beruflicher Werdegang

Oktober 2000 bis September 2002
Grundstudium Geologie und Palaeontologie an der Philipps-Universitität in Marburg

September 2002 bis September 2005
Hauptstudium Geowissenschaften an der Universität Bremen

Oktober 2003

Bachelor of Science
Titel der Bachelorarbeit: "Spurenelementanalyse von magmatischen Gesteinen der Mosenberg-Vulkangruppe, Eifel"

September 2005
Diplom in Geowissenschaften
Titel der Diplomarbeit: "Thermobarometric and petrologic investigations of submarine volcanic rocks from the south of Funchal (Madeira)"
Gutachter: Dr. Andreas Klügel und Prof. Dr. Martin Olesch

Seit Oktober 2005

Doktorand in der Arbeitsgruppe "Petrologie der Ozeankruste" an der Universität Bremen.
Projekt: "Opaque phase petrology and geochemical modelling as a guide to abiotic organic synthesis in the Mid-Atlantic Ridge 15°N area"

Wissenschaftliche Interessen
Wasser-Gesteins Reaktionen
Hydrothermalsysteme
Serpentinite
Ozeanische Rücken
Ozean Insel Vulkanismus
Hydrothermal gebildete Lagerstätten

Motivation
"Ich bin im Siegerland, einer der bedeutendsten (leider ehemaligen) Bergbauregionen Deutschlands aufgewachsen und habe mich schon als kleines Kind, dank meines Vaters für die Entstehung von Gesteinen interessiert. Die Gelegenheit hier in der Arbeitsgruppe "Petrologie der Ozeankruste" noch weitgehend unerforschte Hydrothermalsysteme untersuchen zu können ist großartig und immer wieder aufs Neue – sehr spannend!"



 
Dennis Kühnel


Ausbildung Seit 1. Februar 2007
Doktorand am Institut für Umweltphysik (IUP), Arbeitsgruppe Ozeanographie, Universität Bremen
Januar 2006 - Dezember 2006
Studium der Mathematik, Universität Rostock
Dezember 2005
Diplom in Physik, Universität Rostock
August 2000 - Dezember 2005
Studium der Physik, Universität Rostock

Doktorarbeit
"Mein Forschungsgebiet sind die sogenannten Auftriebsgebiete. So werden Regionen genannt, meist an den Osträndern der Ozeane gelegen, in denen kälteres und nährstoffreiches Tiefenwasser an die Oberfläche gelangt und für großen Fischreichtum sorgt. Ich versuche hierbei herauszufinden, wie stark die Auftriebsströmung ist, wo das Tiefenwasser genau nach oben gelangt und ihre zeitliche Variabilität. Hierfür bediene ich mich sowohl der Möglichkeiten der Fernerkundung, sprich Satellitendaten über die Windfelder und Temperaturschwankungen der Wasseroberfläche, als auch direkten Meßwerten, die während Forschungsfahrten per Schiff zu den betreffenden Orten im tropischen Atlantik genommen werden."

Motivation
"Schon seit meinem Physikstudium an der Universität Rostock habe ich ein großes Interesse an den unterschiedlichsten Geowissenschaften. Die Teilnahme an Vorlesungen über regionale und theoretische Ozeanographie, Atmosphärenphysik, Klimavorhersage und auch Marine Biologie verschafften mir Einblicke in verschiedene Bereiche dieses Themas. Mein Studium schloß ich schließlich mit dem Thema "Einfluß des regionalen und äquatorialen Oberflächenwindes auf die Strömungseigenschaften auf dem Schelf vor Namibia" am Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) ab.

Auch vor und während meiner Diplomarbeit nahm ich schon als studentische Hilfskraft an wissenschaftlichen Forschungsfahrten und Praktika auf See über Marine Biologie, Marine Geophysik und Ozeanographische Meßmethoden teil. Dies alles, und natürlich die Möglichkeit, möglichst oft auf Schiffsexpeditionen in den tropischen Atlantik zu fahren, hat mich schließlich überzeugt, daß ich auch weiterhin soviel wie möglich über die Physik und die anderen Wissenschaften des Meeres wissen will!"
www.glomar.uni-bremen.de
www.ocean.uni-bremen.de

 



Inka Meyer


Name: Dipl. Geogr. Inka Meyer
Position: Doktorandin im MARUM- Zentrum für Marine Umweltwissenschaften, Universität Bremen
Adresse: Leobenerstrasse, MARUM, 28359 Bremen, Deutschland
Telefon: 0421 – 218 65655
E-Mail: minka@marum.de

Ausbildung
10/2001- 12/2007
Studium der Geographie an der Universität Bremen,
Titel der Diplomarbeit: "Die 'Kleine Eiszeit' in Südpatagonien - ein Vergleich paläoklimatischer Rekonstruktionen mit den Ergebnissen eines gekoppelten Ozean-Atmosphären-Klimamodells"

Seit 02/2008
Doktorandin im Bereich Marine Geologie/Sedimentologie
Titel der Doktorarbeit: "Holocene desertification trends in NW-Africa inferred from end-member modelling of grain-size distributions of terrigenous sediments and provenance studies"

"Während meines Studiums habe ich mich schon früh für den naturwissenschaftlichen Bereich der Geographie interessiert und daher als Nebenfächer Biologie und Geowissenschaften gewählt. Im Laufe des Studiums habe ich mein besonderes Interesse für die Paläoklimatologie und Marine Geologie entdeckt und auch als studentische Hilfskraft lange Zeit in diesem Bereich gearbeitet. Durch diese Arbeit entschied ich mich schließlich zu einer Promotion und bewarb mich am MARUM in Bremen. In meiner Doktorarbeit versuche ich, an Hand von Korngrößenanalysen mariner Sedimente das Klima der letzten ca. 10.000 Jahre für NW-Afrika zu rekonstruieren.

Für mich ist die Arbeit in der Wissenschaft eines der letzten großen Abenteuer unserer Zeit. Man hat die Möglichkeit viele Rätsel der Erde und des Klimas zu entschlüsseln um Aussagen über die Vergangenheit und auch die Zukunft machen zu können, was ebenso spannend wie auch wichtig ist!!"

 


 

Winfried Osthorst


Winfried Osthorst, geboren 1964 in Bremen, Abitur 1985 in Rotenburg, zunächst Ausbildung zum Verwaltungsbeamten und Zivildienst, 1990 bis 1995 Studium der Sozialwissenschaften in Bremen. Seit 1996 wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen. 2003 Promotion zu Abfallpolitik und Liberalisierung.

"Nur selten sind Umweltprobleme eindeutig auf Unwissenheit oder skandalöse Machenschaften zurückzuführen. Viel wichtiger sind die Schwierigkeiten, wirtschaftliche Zwänge und Interessengegensätze durch politische Instrumente umweltpolitisch effektiv zu beeinflussen. In den letzten Jahren habe ich zu der Frage gearbeitet, wie sich Nutzungskonflikte im Küstenbereich regeln lassen - zum Beispiel im Falle der Erweiterung der deutschen Containerhäfen."

www.glomar.uni-bremen.de

 



Matthias Prange


Anschrift
MARUM – Zentrum für marine Umweltwissenschaften
Fachbereich Geowissenschaften
Universität Bremen
D-28334 Bremen

E-Mail: mprange@palmod.uni-bremen.de
Homepage: www.geo.uni-bremen.de

Ausbildung
1990
Abitur (KGS Stuhr-Brinkum, Niedersachsen)

1997
Diplom in Physik (Universität Bremen)

2003
Promotion zum Dr. rer. nat. (Fachbereich Physik / Elektrotechnik, Universität Bremen)

Auszeichnungen
1997
Förderpreis des ZARM-Fördervereins e.V. für besondere Studienleistungen auf den Gebieten Strömungsmechanik und Mikrogravitation
Beruflicher Werdegang

1994-1997
Studentische Hilfskraft am Zentrum für angewandte Raumfahrttechnologie und Mikrogravitation (ZARM) in Bremen sowie am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven

1997-2000
Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Alfred-Wegener-Institut für Polar- und
Meeresforschung (Bremerhaven), Fachbereich Klimawissenschaften

seit 2001
Wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität Bremen, Fachbereich
Geowissenschaften, Arbeitsgruppe Geosystem-Modellierung

Meine Motivation

Warum Forschung?
"Bereits während des Physik-Studiums wurde mir klar, dass ich später einmal in der Forschung arbeiten wollte. Forschung ist die Suche nach neuen Erkenntnissen. Der Forscher arbeitet somit stets an der Grenze des menschlichen Wissens, um dieses letztendlich zu erweitern. Als Wissenschaftler muss man sich daher immer neuen Herausforderungen stellen – dies ist das Spannende an diesem Beruf."

Warum Klimaforschung?
"Es ist gut, wenn einem die Arbeit nicht nur Spaß macht, sondern auch die Befriedigung bereitet, einer sinnvollen Tätigkeit nachzugehen. Klimaforschung ist zurzeit zweifellos eine der bedeutendsten Wissenschaftsdisziplinen. Der Grund dafür liegt auf der Hand: Durch den Einfluss des Menschen ist mit erheblichen Klimaänderungen in der Zukunft zu rechnen – nicht etwa in der fernen Zukunft, sondern noch in diesem Jahrhundert. Die meisten von uns werden wohl noch erleben, wie die arktische Eisdecke schwindet und wie sich woanders auf der Welt Dürren ausbreiten. Ein solcher Klimawandel wird erhebliche gesellschaftliche und wirtschaftliche Konsequenzen haben. Es ist daher wichtig, das Klimasystem im Detail zu verstehen, um rechtzeitig sinnvolle Maßnahmen treffen und Katastrophen abwenden zu können."

Warum Paläoklimaforschung?
"Die Paläoklimaforschung ist ein wichtiger Zweig der Klimaforschung, bei dem es darum geht, Klimaänderungen in der Vergangenheit aufzuspüren und deren Ursachen zu verstehen, mit dem Ziel, zukünftigen Klimawandel besser vorhersagen zu können. Klimaänderungen können nicht unter kontrollierbaren Laborbedingungen untersucht werden. Es gibt nur zwei Möglichkeiten, das Klimasystem zu erforschen: (1) Untersuchung von Klimaschwankungen in der Vergangenheit und (2) Simulation des Klimasystems im Computer. Um vergangene Klimaschwankungen zu untersuchen, kann man zunächst auf meteorologische Aufzeichnungen ("Beobachtungen") zurückgreifen und diese mit statistischen Methoden analysieren. Leider reichen solche Aufzeichnungen in der Regel nicht weiter als 150 Jahre in die Vergangenheit zurück. Dies ist zu kurz, um den gesamten möglichen Bereich von Klimavariabilität zu erfassen. Will man weiter in die Vergangenheit blicken, muss man Methoden der Paläoklimaforschung anwenden.

Als Informationsquellen über das erdgeschichtliche Klima (z.B. das Klima der letzten Eiszeit vor 20.000 Jahren) dienen dabei die natürlichen geologisch-biologischen Archive wie Meeres- und Binnenseeablagerungen, Bohrkerne aus den polaren Eiskappen, Korallen, Baumringe und Höhlensinter. Paläoklimatische Daten decken Klimaänderungen in der Vergangenheit auf und haben bereits gezeigt, dass sich das Klima der Erde innerhalb weniger Jahre dramatisch ändern kann. Um die physikalischen Prozesse, die solche Klimaänderungen bewirken, genauer zu verstehen, sind Computermodelle nötig. Andererseits sind die paläoklimatischen Daten aber auch von großer Bedeutung, um die Qualität von Klimamodellen zu überprüfen. Die Paläoklimaforschung lebt daher von einem regen Austausch zwischen Paläoklimatologen und Klimamodellierern, der auf mich einen ganz besonderen Reiz ausübt."

 



Florence Schubotz
                                           

Ausbildung
Seit 1. Januar 2006
Doktorandin in der Arbeitsgruppe Organische Geochemie, MARUM, Bremen

Okt. 2003 - Okt. 2005
Studium des internationalen Masterprogramms Environmental and Marine Geosciences, Universität Bremen, Deutschland

Sept. 2002 - Juli 2003

Studium der Meereswissenschaften, Universidad de Las Palmas de Gran Canaria, Spanien

Okt. 2000 - Aug. 2002
Studium der Marinen Umweltwissenschaften, Carl-von-Ossietzky Universität Oldenburg, Deutschland

Doktorarbeit
"Meine Doktorarbeit beschäftigt sich im weitesten Sinn mit dem Kohlenstoffkreislauf an kalten Quellen in hunderten bis tausenden Metern Wassertiefe. Kalte Quellen sind Oasen der Tiefsee an denen das Leben fernab vom Sonnenlicht gedeiht. Um diese Ökosysteme näher zu erforschen, benutzen wir am MARUM neueste Technologien wie Unterwassertauchroboter. Proben die wir vom Meeresboden aufegesammelt haben, untersuche ich im Labor mit verschiedenen geochemischen Methoden. Dazu gehört die Extraktion von Lipiden von lebenden Organismen, die Untersuchung von Metaboliten in Porenwässer und die Analyse von Kohlenwasserstoffhaltigen Gasen wie Methan.Zu meinen Arbeitsgebieten gehören die Asphaltvulkane im südlichen Golf von Mexico und Schlammvulkane im Schwarzen Meer."

Motivation
"Bereits während der Schulzeit war Erdkunde immer schon mein Lieblingsfach. Am meisten haben mich Themen rund um die Erde fazsiniert: z.B. wie Landschaftsformen durch die Abtragung von Flüssen, Gletschern oder Wind geprägt werden, oder Vulkanismus und das Prinzip der Plattentektonik. Mich hat auch der Einfluß der Menschen auf das System Erde beschäftigt und daher lag es für mich Nahe ein Geo-relevantes Fach zu studieren. Zunächst habe ich in Oldenburg Marine Umweltwissenschaften studiert, weil mich der Marine Aspekt interessiert hat. Viele Klima-relevante Prozesse hängen unmittelbar mit dem Ozean zusammen und mir war klar daß es in dieser Hinsicht noch viel zu erforschen gibt.

In der Arbeitsgruppe Organische Geochemie fühle ich mich sehr gut aufgehoben, da die Forschungsarbeiten sehr interdisziplinär sind. Wir befinden uns praktisch in der Schnittstelle zwischen der Biologie, Chemie und Geologie. Außerdem gefällt mir zum einen die Feldarbeiten mit Forschungsschiffen und der spätere Ausgleich zwischen Laborarbeit und computerorientiert Datenauswertung und Interpretation, aber auch die Möglichkeit mit Wissenschaftlern aus aller Welt zusammenzuarbeiten."


Heiko Sahling


Persönliche Angaben
Name: Heiko Sahling
Adresse: Zwickauer Str. 37, 28215 Bremen
Telefon: 0421 / 3300678
Geburtsdatum/-ort: 19. März 1969, Helgoland
Familienstand: verheiratet, 1 Kind

Schulische und Akademische Ausbildung
1975 - 1989
Schulen auf Helgoland und in Kiel 1989
Allgemeine Hochschulreife am Fachgymnasium, Technischer Zweig, Kiel

1989 - 1990
Studium der Ozeanographie an der Christian-Albrechts-Universität (CAU), Kiel

1990 - 1997
Studium der Biologie an der CAU, Kiel

Juli 1997
Diplom in Biologie an der CAU, Kiel

Juni 2001
Promotion im Fach Biologische Meereskunde an der CAU, Kiel

Berufstätigkeit
Juli 1998 - Apr. 1999
Wissenschaftlicher Angestellter (Doktorand) am GEOMAR Forschungszentrum im DFG-Forschungsvorhaben Hydrother-male Fluidaustritte in der Bransfield-Straße

Mai 1999 - Dez. 2000
Wissenschaftlicher Angestellter (Doktorand) am GEOMAR Forschungszentrum im BMBF-Verbundprojekt Biologisch aktive Naturstoffe aus marinen Invertebraten der Tiefsee und ihren symbiotischen Bakterien

Jan. 2001 - Juni 2001

Wissenschaftlicher Angestellter (Doktorand) am GEOMAR Forschungszentrum im BMBF-Verbundprojekt Vulkanismus, Hydrothermalprozesse und Faunengemeinschaften im Bereich flachmariner Vulkanstrukturen des Bransfield Back-Arc, Antarktis

Sept. 2001- Juli 2003
Wissenschaftlicher Angestellter im Sonderforschungsbereich 574 (Volatile und Fluide in Subduktionszonen) an der CAU, Kiel

Seit Aug. 2003
Wissenschaftlicher Angestellter im DFG Forschungszentrum Ozeanränder an der Universität Bremen

"Da ich auf Helgoland geboren und aufgewachsen bin, habe ich früh und intensiv Kontakt zum Meer gehabt. Zudem war mein Vater als Laborant in der Biologischen Anstalt Helgoland tätig und so lernte ich die faszinierende Welt des Planktons schon zu Schulzeiten kennen. Seit dem war klar: ich werde Meeresbiologie studieren.

Das habe ich dann ja auch und bin in der Endphase des Studiums in die Meeresgeologie gerutscht, da ich als HiWi auf einer Ausfahrt vor Alaska mit war (1994). Dort haben wir Methanaustrittstellen gesucht und eben diese Suche nach der "NAdel im Heuhaufen" fand ich total spannend. Daher bin ich dabei geblieben und habe meine Doktorarbeit zwar inoffiziell bei GEOMAR angefertigt aber offiziell "noch" in der Biologie promoviert.

Seit der Post-Doc Zeit bei GEOMAR (2 Jahre) und nun hier in Bremen (seit 2003) ist es egal, ob ich Biologie oder Geologie studiert habe. Ich bin also ein echter Quereinsteiger in die Meeresgeologie. Heute profitiere ich durch die Schnittstelle Biologie/Geologie, da die Grenzen wahrlich fließend sind und gewisse Kenntnis beider Disziplinen hilfreich sind, um wirkllich Prozesse verstehen zu lernen.

Nach wie vor interessiert mich am meisten die Suche nach der "Nadel im Heuhaufen". Statt aber einfach nur die Nadel zu suchen indem wir stückchenweise den Heuhaufen durchwühlen erdenken bzw. nutzen wir neueste Geräte, die Nadel zu endecken und dann zielgerichtet dorthin zu gelangen, wo sie liegt. Im Falle der Methan-Seeps sind es die verschiedenen Daten, die uns die Echolote geben, die uns sagen wo die "Nadel" etwa ist und die wir dann mit TV-Geräten suchen. Das kann schon mal bis 6 km tief unter dem Schiff sein, dort wo noch nie zuvor jemand war- superspannend."
www.marum.de

 



Jan-Berend W. Stuut


Position: Postdoctoral researcher at MARUM
Employer: MARUM – Center for Marine Environmental Sciences, at the University of Bremen, Germany
Address: Leobenerstrasse, MARUM building, 28359 Bremen, Germany
Birth date: 26 August 1971
Nationality: Dutch
Phone: 0421 – 218 65657
Fax: 0421 – 218 65505
E-Mail: jbstuut@marum.de
Web: www.marum.de

"Warum bin ich eigentlich Wissenschaftler? Warum bin ich nach der längsten und besten Ausbildung überhaupt immer noch abhängig von befristeten Verträgen? Warum war mein Anfangsgehalt mindestens 5‐mal so niedrig als das von meiner Kommilitonen, die statt zu promovieren in die Ölindustrie gegangen sind?

Die Antwort ist: Neugier, und die Freiheit und Möglichkeiten sich interessante Forschungsfragen auszudenken und diese zu versuchen zu beantworten. Während meines Studiums habe ich die Sedimentologie und die Meeresgeologie kennengelernt und wusste direkt, dass ich in dieser Disziplin arbeiten möchte. Insbesondere die Meeresgeologie bietet mir die Möglichkeit mehr über vergangene Klimabedingungen auf der Erde zu lernen. Ich bin davon überzeugt, dass wir solche Informationen brauchen um Aussagen über zukünftige Klimaänderungen machen zu können. Jetzt, 10 Jahre nach meinem
Studium mache ich das tatsächlich. Meine Arbeit bietet mir die Chancen meine Fragen zu beantworten ist dadurch sehr befriedigend, und bringt mir außerdem um die ganze Welt. Das alles zusammen macht mir unheimlich viel Spaß!"


 Christian Winter


Anschrift
MARUM – Zentrum für marine Umweltwissenschaften
Fachbereich Geowissenschaften
Universität Bremen
D-28334 Bremen

Beruflicher Werdegang
Studium Bauingenieurwesen / Wasserbau an der Universität Hannover
Promotion Dr. rer. nat. (Math. Naturwiss. Fakultät) an der Universität Kiel
jetzt wissenschaftlicher Mitarbeiter am MARUM.

Motivation
"Ich mag die See und den Sand. Ich finde es spannend, wie sich die Küste im Kleinen und Großen verhält. Ich möchte wissen, wie die ständige Suche nach Gleichgewicht zwischen Kräften funktioniert. Warum sehen Riffel und Dünen so aus? Was passiert genau unter einer Welle, während einer Tide, während eines Sturms?"
 

2008

Die erste Staffel: Alle Forschungstagebücher sowie Wissenswertes zu Projekten und Wissenschaftlern. Hier erfahren Sie mehr über Menschmaschinen, sinkende Küsten oder tierische Invasionen.
  • Tierische Invasion

    "Killershrimp" und Co.: Bedroht die Globalisierung den Bodensee?
  • Die 5-Millionenstadt

    Sind Megastädte die Zukunft der Menschheit? Wie leben und überleben Menschen dort?
  • Blaues Wunder

    Dem Meer auf den Grund gehen: die Rolle des Ozeans im System Erde.
  • Beton Light

    Wie macht man Schweres leicht? Textilbeton eröffnet Wege zum leichten Bauen.
  • Sinkende Küsten

    Vor 10.000 Jahren lebten Menschen dort, wo heute Wellen rauschen.
  • Die Menschmaschine

    Sehen, hören, tasten: Kann ein Roboter vom Menschen lernen?
  • Bedrohter Bergwald

    Zwischen Natürlichkeit und Nutzung: Lassen sich die Bedürfnisse von Mensch und Natur vereinbaren?
  • Tempelpflege

    Kein Stein für die Ewigkeit: Sind die Tempelanlagen von Angkor noch zu retten?
  • Lola rennt

    Auf der Suche nach der perfekten zweibeinigen Laufmaschine.
  • Die Supersaurier

    Warum wurden die Sauropoden die größten Landtiere der Erde?